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Unser fünfzehntes
Programm
Herbst 2008 ![]() Stuart Hood
Das verrohte Herz Roman, aus dem Englischen übersetzt von Stefan Howald 232 Seiten Fr. 32.–, Euro 19.80 ISBN 3-85990-137-7 68 und die Folgen: Ein englischer Kommunist verliebt sich in eine deutsche Aktivistin der Neuen Linken, die in den Terrorismus abgleitet. Wie weit kann oder darf kritische Solidarität gehen? Muss sich das Herz im Dienst der politischen Sache verhärten? Wie in seinem bewegenden autobiografischen Bericht "Carlino" behandelt der schottische Autor Stuart Hood im Roman Das gnadenlose Herz zentrale Fragen politischen Engagements. Hood verkehrte um 1970 mit dem deutschen Schriftsteller Erich Fried, dessen Gedichte er ins Englische übersetzte. Frieds Londoner Haus war damals eine exterritoriale Anlaufstelle für die ausserparlamentarische Opposition in Deutschland, wobei Hood dort nicht nur Dutschke und andere Studentenführer, sondern auch etliche spätere Mitglieder der Roten Armee Fraktion kennen lernte. Ihn interessierte, wie er gesagt hat, "diese merkwürdige Mischung aus Idealismus und der Neigung, die Dinge ins Extrem voranzutreiben, jenseits aller Rationalität, beinahe in die Unwirklichkeit, in eine vollkommen selbstbezügliche Welt hinein."
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Esther Spinner Die Geschichte beginnt in Genua: Kaum besteigt die Erzählerin das Schiff, gerät die Zeit aus dem Takt und wird zum umfassenden Raum. Die Reise führt nach Sardinien, ihrer Wahlheimat, wo sie sich in einer archaischen Welt bewegt, in der ihr unbekannte Gesetze gelten. Mittelpunkt und Magnet ist für sie Antonella, Mutter von sechs Kindern, eine königliche Frau, graziös und hässlich, kraftvoll, unabhängig – und der Inbegriff von Leben. Antonella hat die Erzählerin bereitwillig in ihre grosse Familie aufgenommen, ihr einen Platz und eine Rolle darin zugewiesen. Das ländliche Sardinien wird für die Städterin zur faszinierenden und befruchtenden Gegenwelt.
Elmar Oosterholt Warum das Heilige Land auch den Palästinensern gehört Sachbuch, 208 Seiten, broschiert Fr. 29.-, Euro 17.90 ISBN 978-3-85990-134-6 Dies ist das erste Buch, das die Geschichte der Juden und Palästinenser von den religiösen Hintergründen bis zur Gründung des Staates Israel am 15. Mai 1948 beschreibt. Es ist kein Geschichtsbuch über den Staat Israel, sondern schildert ausführlich, warum auch die Palästinenser Anspruch auf einen eigenen Staat im früheren britischen Mandatsgebiet Palästina haben. Jahrbuch Denknetz 2008 Eine andere Welt Nach der Entzauberung des Kapitalismus 224 Seiten, Broschur Fr. 25.–, Euro 16.– ISBN 3-85990-135-3 Ist eine andere Welt überhaupt möglich? Das ist eine der Fragen, denen sich die AutorInnen des vierten Denknetz-Jahrbuches in ihren Analysen stellen. Sie tun dies in der Auseinandersetzung mit dem venezolanischen Prozess, mit der Wirtschaftsdemokratie, in der Suche nach einem Feminismus, der die gesellschaftlichen Verhältnisse transformiert, und auch ganz konkret in der Debatte um eine wirksame Mindestlohnpolitik. |
Gabriele Eschweiler
(Hrsg.)
Nach einem Überblick über die Entstehung der christlichen, islamitischen und jüdischen Religion folgen die historischen Meilensteine der Geschichte der Juden im Heiligen Land.
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