![]() |
Unser siebtes Programm Herbst 2004
![]() Bea Schilling Judith, nicht mehr Mädchen, noch nicht Frau, hat sich in den Bergen verstiegen und muss eine kalte Augustnacht lang auf einem schmalen Felsband ausharren. Mit diesem eindrücklichen Bild von Verlorenheit beginnt die Titelgeschichte "Unter Sternschnuppen", die den Entwicklungsweg einer Antiheldin durchs Gestrüpp ihrer Gefühle, Bindungen und Wünsche nachzeichnet. In einer kraftvollen, sinnlichen Sprache erzählt Bea Schilling in sieben Texten vom schwierigen Gelände der Liebe, von erträumten und enttäuschten, von zerstörerischen und lebenswichtigen Beziehungen.
Christoph
Bauer |
Walter
Matthias Diggelmann Die Entstehung des Romans Filippinis Garten verdankt sich einem Zufall. Auf dem Weg ins Tessin begegnet Walter Matthias Diggelmann in Thusis einer entfernten Verwandten und erfährt von ihr, dass sein Stiefvater gestorben ist. Niemand hatte es für nötig befunden, ihn von dessen Ableben in Kenntnis zu setzen. Einmal mehr wird Diggelmann mit brutaler Deutlichkeit vor Augen geführt, dass er, der uneheliche Sohn seiner Mutter, in dieser Familie ein Aussenseiter ist.
Ausgehend von den Vornamen der Patriarchen der zen-buddhistischen Traditionslinie hat Christoph Bauer unter dem Titel "Die natürliche Bescheidenheit der Gurken" Prosaminiaturen geschaffen, die uns tief in die Abgründe der männlichen Psyche führen. Seine Figuren befinden sich am Wendepunkt, versuchen eine Erstarrung zu überwinden und geraten darob ins metaphysische Trudeln.
|
Dragica
Rajcic Das Buch von Glück bündelt in einem lyrischen Wechselbad Momentaufnahmen eines überschwänglichen und trauernden, eines ausgelieferten und kritischen Ich. Getragen von einer Sprache, die lakonisch und präzis über die Beschreibung von Alltäglichem das Existenzielle aufleuchten lässt.
edition
8
|