Robert F. Barsky
Noam Chomsky - Libertärer Querdenker

Aus dem Amerikanischen übersetzt und mit einem Vorwort versehen von Stefan Howald, 336 Seiten, mit Fotos, gebunden, Fadenheftung, Lesebändchen,
Fr. 37.-, Euro 19.80
ISBN 3-85990-012-9

Vergriffen

Leseprobe und Links

Chomsky - Intellektueller Nr. 1 (TA, 1.11.05)

Der neue militärische Humanismus
Ein Buch von Noam Chomsky im Verlag edition 8

Noam Chomsky hat seit den 60er-Jahren unsere Vorstellungen über Sprache und Denken revolutioniert. Zugleich ist er einer der schärfsten Kritiker der gegenwärtigen Weltordnung und des US-Imperialismus. Er ist als "der einflussreichste westliche Intellektuelle" und als "der bekannteste Dissident der Welt" bezeichnet worden. Die vorliegende Studie "Noam Chomsky. Libertärer Querdenker" entwirft das Bild eines Mannes, der unermüdlich nach wissenschaftlichem Fortschritt und sozialer Gerechtigkeit strebt.

 

Diese erste Biografie macht bisher unbekannte Materialien über Chomskys intellektuelle Herkunft zugänglich: Seine Beziehung zum Judentum, die Bezugnahme auf einen libertären Anarchismus sowie Konzepte der gesellschaftlichen Selbstverwaltung. Sie analysiert Chomsky in den Kämpfen seiner Zeit, dokumentiert Anfeindungen und Zensurversuche, zeigt den Aktivisten in der Zusammenarbeit mit Massenbewegungen und nennt eine Vielzahl seiner Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Diskutiert wird das Verhältnis von wissenschaftlicher und politischer Arbeit und Chomskys Theorien zugrunde liegende rationalistische Weltsicht. Zur Sprache kommen auch kontroverse Auseinandersetzungen mit der Postmoderne oder die Affäre Faurisson, in der Chomsky vorgeworfen wurde, er habe sich von Auschwitz-Lügnern instrumentalisieren lassen.

Aufbauend auf einem ausführlichen Briefwechsel zwischen Autor Robert F. Barsky und Chomsky enthält die Biografie zahlreiche Originalzitate, die Chomskys durchdringende Kritik, erfrischende Klarheit und trockenen Humor veranschaulichen. So entsteht ein faszinierendes Charakterporträt inmitten verschiedener intellektueller und politischer Milieus. Nicht zuletzt ermutigt das Buch zum Widerstand gegen alle autoritären und repressiven Verhältnisse.

Robert Barsky
hat über Flüchtlingsfragen, Literatur und Sprachtheorie in Montreal und Brüssel geforscht und ist gegenwärtig Assistenzprofessor für vergleichende Sprachwissenschaft an der University of Western Ontario/Kanada. Seine Bücher umfassen eine französischsprachige Einführung in die Literaturtheorie sowie eine kritische Studie über Flüchtlingsanhörungen: "Constructing a Productive Other: Discourse Theory and the Convention Refugee Hearings". Er hat eine Übersetzung von Michael Meyers "Le philosophe et les passions" abgeschlossen und schrieb eine Biografie des Sprachwissenschaftlers Zellig Harris.

Stefan Howald, der Übersetzer
ist Journalist und Publizist. Er hat neben Monografien zu Peter Weiss und George Orwell die biografische Studie "Aufbruch nach Europa. Karl Viktor von Bonstetten" verfasst.