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Christoph
Bauer "In seinem Kopf muss die Hölle los sein. Christoph Bauer, amoklaufender Formulierberserker mit diktatorischem Duktus, erzählt mir, wie er schreibt: 'Ich schau mir die Welt an, mit meinen Augen, dann ist das Buch bereits dreiviertels fertig.' Und wer weiss, wie es in den Büchern von Christoph Bauer zugeht, der kann dann nur noch sagen: 'In seinem Kopf muss die Hölle los sein.' Sodom plus Jetzt-Zeit und Weltschmerz kondensieren in einem Monolog, als beschriebe der Comte de Lautreamont ein Gemälde von Hieronymus Bosch. Christoph Bauer zu lesen ist sich tragen zu lassen vom Erzählfluss, ist sich immer wieder mal wundern auf dem Erzählweg, ist auch mal hoffnungslos überrollt werden von einer tonnenschweren Vokabelwalze. Ästhetische Annäherungen müssen sich zwangsläufig unüberwindbaren Hürden gegenübergestellt sehen, um sich dann endlich auf Assimilationsschranken zu berufen, denn Christoph Bauers Stil ist Archetypik mal Astigmatismus plus Neophantasie mal Glossolalie. Alles klar? |
1956 in Luzern geboren,
ist der mit Skepsis rezipierte Bauer heute als
Buchhändler in Fribourg tätig. 1981 erschien sein
erstes Buch. Die Verwandtschaft, die
Familienähnlichkeit zwischen den Titeln darf/soll man
als erzählerische Vernetzung der Inhalte betrachten.
Nicht nur ist es kaum möglich, Anfang und Ende eines
Christoph-Bauer-Buches auszumachen, nicht nur trifft man
alte Bekannte wieder, auch ist man von der ersten Seite an
umlullt von seiner Sprache, als habe man nie anderes getan
als Christoph Bauer gelesen. Er ist für mich ein ganz
feiner Spieler in der experimentellen Literatur."
Missgeburten "Der Roman handelt von
Missgeburten, von beschädigten, hilflosen, perversen
Menschen
Sie fressen, schreien, schmeissen mit Kot um
sich, töten, sind Leichenfledderer und
Totentänzer, und sie sind allesamt Produkte einer
umfassenden, rücksichtslosen schriftstellerischen
Phantasie, die sich nichts verbietet." Die
natürliche Bescheidenheit der
Gurken |
Harakiri Bauers Erzählungen
handeln von Grenzsituationen am Rand der Gesellschaft, wo
Abgrenzung, Feindschaft entsteht. Ein extremes Buch
über Widerstand und Resignation. Ekstase "Diese bemerkenswert
klare, harte, präzise Prosa jagt atem- und pausenlos
dahin, springt den Leser an und reisst ihn mit
Bauer
verfügt über eine schier unerschöpfliche
Imaginations- und Sprachkraft, die Einfälle explodieren
geradezu, und die Bilder stürzen wie Katarakte auf den
Leser ein." |