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![]() Corinne
Banora
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Das Thema Polygamie hatte sie bisher kaum beschäftigt, damit hatte sie nicht gerechnet. Corinne Banora begann sich intensiv mit Kultur und Religion ihres Mannes auseinanderzusetzen, trat später sogar zum Islam über. Einige Jahre danach beschloss sie während einer tiefen Lebenskrise, mit ihrer kleinen Tochter nach Gambia zu reisen und Dembas Zweitfrau Awa aufzusuchen. In der Art eines intimen Tagebuches beschreibt sie diesen etwa ein halbes Jahr dauernden Aufenthalt in der afrikanischen Gemeinschaft. Musskeeba
ist eine kritisch beobachtete, kluge Kulturreportage über den
Alltag, über die
Erlebnisse mit ihrer geliebten Tochter, über Freundschaft,
Eifersucht, Aberglauben,
afrikanische Lebensfreude, aber auch über Schmutz, Krankheiten,
Hinterlist und
Missgunst in einem sozialen Biotop ohne Zukunftsperspektive. Sie gibt
einen
ungemein lebendigen Einblick in diese halb islamisch, halb animistisch
geprägte
Kultur. Den dramatischen Handlungsfaden liefert die Auseinandersetzung
mit der
Nebenbuhlerin Awa. Eine vorsichtig zurückhaltende Freundschaft
wandelt sich zum
konfliktgeladenen Nebeneinander und schliesslich zur offenen
Feindschaft. Ihre
Erlebnisse veranlassen die Autorin immer wieder zu Reflexionen
über die
afrikanisch-islamische Kultur und die Lage der Frauen in den
Ländern
Westafrikas. Sie spricht aber auch zu all den Frauen, die sich als
"westliche Opfer" der Polygamie in ähnlicher Lage wie sie selbst
befinden. |
Corinne
Banora Ihre Begegnung mit der fremden Kultur hat Corinne Banora manche Illusionen genommen, aber zugleich ihr Verständnis und ihre Liebe für die Menschen Westafrikas stärker und reifer gemacht.
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