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![]() Celia Curatella
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In
diese noch zu erschaffende Welt kommt auch die junge Modistin Anna, die nach
dem Tod ihrer Mutter das von den Russen besetzte Polen verlässt und am Rio de
la Plata auf Männerschau geht. Sie trifft auf den forschen General Manuel, der
sich in die selbstbewusste Polin mit dem feuerroten Haar verliebt und nicht
mehr von ihr loskommt. Doch dass man als Mittellose nicht ohne weiteres in die
Kreise der Oligarchie eindringt, muss Anna schmerzhaft erfahren, als ihr
Geliebter sich auf Druck der Familie von ihr trennt. Mit erheblichen
Geldmitteln ausgestattet, wird sie in die Pampa abgeschoben und findet sich in
einem gottverlassenen Dorf am Ende einer Bahnlinie als Besitzerin eines
riesigen, aber verfallenen Schuppens wieder. Doch Anna hat eine Verwendung für
das Gebäude. Tatkräftig geht sie an die Umsetzung ihrer Pläne und schafft eine
wahre Sensation in dieser Einöde. Nach Anna, die fast hundertjährig stirbt,
wird auch die Enkelin Maria, Mitglied einer Guerillagruppe, Verwendung für "La Rosada" finden. |
Celia
Curatella Die präzise und doch eminent lyrische Sprache zieht als unaufhaltsamer Erzählstrom den Leser in die Romanwelt hinein und verzaubert ihn. Da geraten auch banale Vorgänge zu reiner Poesie, wenn z.B. Fische entschuppt werden und es heisst: "Sie entfernten die Schuppen, welche die Winde wie silberne Fingernägel über die Ebene verstreuten." Ein grandioses Romandebut der argentinischen Autorin, die in ihrer Heimat gerade ihren dritten Roman veröffentlicht.
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