Das Denknetz
ist ein Forum für aktuelle Debatten zur Wirtschafts-, Sozial- und Arbeitspolitik. Es ist den Grundwerten der Freiheit, Gleichheit und Solidarität verpflichtet. Die Initiantinnen und Initianten kommen aus Wissenschaft, aus Gewerkschaften, aus politischen Bewegungen, aus NGOs und aus kritischen Zeitschriftenprojekten.

Das Denknetz will Diskursräume für eine kritische, ganzheitliche, politische Sicht der Ökonomie fördern. Herrschafts- und Abhängigkeitsverhältnisse sind gleichermassen Thema wie Handelsströme und Finanzpolitik. Care Economy und Service Public interessieren ebenso sehr wie Cash flow und Emerging Markets, und diese Aspekte werden in ihrer gegenseitigen Durchdringung betrachtet.


Eine vollständige Liste der bisher erschienenen Denknetz-Jahresbücher findet sich in unserem Gesamtverzeichnis


denknetz 2007

Jahrbuch Denknetz 2007
Zur politischen Ökonomie
der Schweiz
Eine Annäherung
200 Seiten, Broschur
Fr. 23.-, Euro 15.-
ISBN 978-3-85990-124-7

Für den ökonomischen Mainstream ist der Markt das zentrale Referenzsystem. Der Markt sorgt für die bestmögliche Allokation der Ressourcen. Daraus leitet die Volkswirtschaft auch die führende Rolle ihrer Erkenntnisse gegenüber denjenigen anderer Gesellschaftswissenschaften und gegenüber der Politik ab. Doch wirtschaftliche Verhältnisse lassen sich nicht von sozialen Verhältnissen trennen, vielmehr sind sie soziale Verhältnisse. Sie sind Alltagsstrukturen, Macht, Abhängigkeiten. Ökonomie muss deshalb politische Ökonomie sein. Politische, soziale und ökonomische Verhältnisse sind untrennbar verwoben, sind Teil eines Gesamten.


 

Themen

Essay:
von Saskia Sassen

Gleichheit:
Eva Nadei, Karin Ottiger und Beat Ringger zur aktivierenden Arbeitsmarktpolitik und zur allseits geforderten Arbeitsmarktintegration

Veronique Yvart zur Behindertenquote in französischen Betrieben

Ruedi Winkler zur Bedeutung der beruflichen Qualifikation bei Arbeitslosigkeit

Vania Alleva und Hans Baumann zu neuer und alter Arbeitsmigration

Natalie Imboden zur Gesundheitspolitik des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes

Politische Ökonomie:
Willy Eberle und Hans Schäppi zur Geschichte des Schweizer Kapitalismus

Andre Daguet und Oliver Fahrni: zu einer neuen Industriepolitik nach Reconvillier

Sarah Schilliger und André Mach zur Soziologie des Schweizer Bürgertums

Wolfgang Hafner zum Finanzplatz Schweiz

Mascha Madörin zu Postfordismus und Care Economy

Christiane Schneider zur strukturierenden Gewalt des Service Public

Philosophie:
Beat Ringger zur Optimalen Komplexität

Urs Marti zu den Sozial- und Geisteswissenschaften im Neoliberalismus

Diana Schramek zu Think Tanks in der Schweiz