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Walter Matthias
Diggelmann
Die
Werkausgabe in sechs Bänden Band 1:
Geschichten um Abel und ausgewählte frühe
Erzählungen, 2000
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"Die Vorgänge
erhalten nicht eine Erhöhung ins Exemplarische, sie
sind ganz einfach Wirklichkeit. Für Diggelmann gibt es
nur die Geschichte, die Erzählung - keinen Kommentar,
keine Reflexionen. Das alles steckt in der Folgerichtigkeit
der Fabel, in ihrer eigenen Wahrheit, die das Geschehen
für den Leser nachempfindbar, überdenkbar
macht." "Geschichten um Abel", Diggelmanns erster Roman, ist 1960 erschienen und enthält bereits alles, was das spätere Schaffen des Autors ausmacht. Es ist ein Roman in Geschichten, er ist stark autobiografisch und kreist um all jene Themen, die Diggelmann ein Leben lang beschäftigen sollten: die Suche nach der eigenen Herkunft, der eigenen Identität, die Sehnsucht nach Liebe und Zugehörigkeit und die immer wiederkehrende Angst, verlassen zu werden. "Er kleidet die Wahrheit in Geschichten", heisst es von einer Figur des Romans. Diggelmann hat zeit seines Lebens nichts anderes getan, als Geschichten zu erfinden: Geschichten zu seiner Verteidigung, Geschichten zum Überleben, Geschichten als Ort, sich seiner selbst und der eigenen Wahrheit gewiss zu werden. In den drei Jahre später erschienenen Erzählungen tritt Abel wieder auf, unter anderem Namen, aber mit den gleichen Erfahrungen, den gleichen Sehnsüchten, den gleichen Ängsten: ein Suchender, der wissen will, woher er kommt, wer er ist und wohin er gehört. |
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