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Gabriele Eschweiler (Hrsg.)
Geschichten vom Ende
der Welt
Patagonien und Feuerland
in der Weltliteratur
272 Seiten, gebunden, Fadenheftung, Lesebändchen,
Fr. 34.-, Euro 21.–
ISBN 978-3-85990-133-9
Kaum eine Region der Erde vermag bis heute, die
Imagination so intensiv herauszufordern wie der Süden des amerikanischen
Kontinents mit Patagonien und Feuerland. Zeugnisse über diese magische
Landschaft gibt es bereits seit den Tagen ihres Entdeckers, des Weltumseglers
Ferdinand Magellan. Der Mythos von den "patagonischen Riesen" geht auf dessen
Chronisten Antonio Pigafetta zurück.
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Das heute zu Chile und Argentinien gehörende Gebiet
scheint als "Treibhaus von Legenden, Halbwahrheiten und Fehlinformationen"
(Paul Theroux) zu wirken. Vielleicht zog das Land deshalb die Abenteurer an, um
die es im ersten Teil der Anthologie geht. Wer immer sich an den harten
Bedingungen dort abzuarbeiten bereit war, musste sich in selbst geschaffenen
Nischen an die Gegebenheiten anpassen.
Den Einwanderern und ihren je eigenen Überlebensstrategien
ist der zweite Teil gewidmet. Zwischen Faszination und Beklemmung schwanken die
Schilderungen der patagonischen Landschaft im dritten Teil dieses Lesebuchs.
Die Liste der Literaten, die sich von ihr haben inspirieren lassen, umfasst
illustre Namen wie Melville, Verne oder Chatwin. Diese Textsammlung will aber
auch auf unbekannte Schriftsteller aufmerksam machen, von denen jene Klassiker
ihre Prägung erhielten. Ausserdem soll das Augenmerk auf die Bücher vergessener
Autoren und deren oft originelle Sicht auf Patagonien gelenkt werden. Die Namen
Neruda, Mistral, Coloane und Allende stehen für den speziell südamerikanischen
Blick auf das "Ende der Welt".
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Gabriele Eschweiler
die Herausgeberin, studierte
Germanistik, Anglistik und Vergleichende Literaturwissenschaft. Nach langjährigen
Auslandaufenthalten befasst sie sich seit über einem Jahrzehnt mit
Reiseliteratur. Sie lebt heute in der Nähe von Bonn.
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Die Textauswahl wird von einer kurzen Geschichte der Patagonienliteratur
eingeleitet und durch Autorenporträts, viele Abbildungen und eine Landkarte ergänzt.
Sie umfasst Beiträge von Pablo Neruda, Antonio Pigafetta, John Byron, Bruce
Chatwin, Paul Theroux, Albert Camus, Frantisek Langer, George Chaworth Musters,
Matthias Ulrich, Francisco Coloane, Mollie Robertson, Isabel Allende, Luise
Ullrich, Georges Perec, Edward Lear, Herman Melville, Gorch Fock, Jules Verne,
Gabriela Mistral, Florence Dixie, William Henry Hudson, Gunther Plüschow, Otto
Schreiber, Claudio Magris und Otto Steiger.
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