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![]() Brigitte Fuchs
Referat von Verena Stettler, edition 8, über den Stellenwert der Lyrik in der Literaturlandschaft |
Hell, heiter, luftig kommt Brigitte Fuchs' Lyrik daher - und zieht uns den Boden unter den Füssen weg. Verführt durch eine Poesie, die den Reiz des Augenblicks beschwört, lassen wir uns ein und greifen ins Unfassbare, finden uns nach überraschenden Wendungen in anderen - offeneren - Räumen wieder. "Selbst von den starren Dingen lässt sich kein klares Bild machen…" Auf das Ungewisse, das Instabile, auf alles, was sich dem Zugriff entzieht, richtet Brigitte Fuchs ihr primäres Interesse. Trotzdem ist uns ihre Welt vertraut. Sie findet ihre Vorlagen in unserem scheinbar so fest gefügten Alltag. Da behauptet sich die Wäschespinne neben dem Windrad, das Rasenviereck neben den Zimmerpflanzen. Doch mit geringfügigen Verschiebungen lässt Brigitte Fuchs diese banale Wirklichkeit flimmern und verleiht ihr Zauber und Irritation. Als "Meisterin des Auslassens, der wohlkalkulierten Pause, des lyrischen Understatements und des Sprach-Intervalls" bezeichnete der Journalist Klaus Hartig, Meran, die Lyrikerin, und Peter Surber, Feuilletonredaktor beim St. Galler Tagblatt, schrieb über ihre Gedichte: "Sie fassen das Unscheinbare (ein morgendliches Aufstehen, eine Landschaft) in schlackenlos reine Bilder und riskieren ebenso die grossen Lebensthemen mit gelassenem Ernst."
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