Elisabeth Jucker
Gestern brennt
Zwei Erzählungen
160 Seiten, gebunden, Fadenheftung, Lesebändchen
Fr. 27.-, Euro 14.50
ISBN 3-85990-018-8

Im Sog von Elisabeth Juckers kraftvoller, bildstarker Sprache werden die Leserinnen und Leser mitten in die Identitätskrise zweier Frauen gezogen. Krisen, die beide Frauen als Chancen zu nutzen wissen. Mit ihrem schnörkellosen Schreibstil erkundet die Autorin eine Welt voller Ängste und Fantasien, innerer Konflikte und unbewältigter Erfahrungen. Sie lotet aus, ohne zu werten, ohne Imperativ, ohne Vorwurf. Das Buch ist eine Wucht - und eine Herausforderung.

 

 

In Gestern brennt geht Hab und Gut einer Frau in Flammen auf. Durch den Schock in den Grundfesten erschüttert, will Veronika, die Ich-Erzählerin, nichts mehr zu tun haben mit sich und ihrer Vergangenheit. Aufgehoben an einem unbenannten Ort, ist sie ganz froh, dem Aussenleben entronnen zu sein. In schlaflosen Nächten, aber auch in Folge der neugierigen Fragen ihrer Zimmer-Mitbewohnerin Ruth wird Veronika von Gefühlen und Gedanken überrollt. Sie begegnet dem Mädchen, das um seine Schuld am Tod eines Säuglings weiss, sieht Bilder von der Mutter, die erst lebendig wird, wenn ihre Freundin zu Besuch kommt, und setzt sich mit einer ganzen Reihe von Liebhabern auseinander, die alle ihren Platz behaupten wollen.

Kleine Inszenierungen einer Welt, von der Veronika annehmen muss, dass es ihre eigene war. In der Beziehung zwischen Veronika und Ruth spiegeln sich die Machtstrukturen der Innen- wie der Aussenwelt. Veronika, die anfangs jede Regung ihrer Mitbewohnerin als Belästigung empfindet,

 

 

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mit Infos zur Textwerkstatt, welche die Autorin anbietet

Elisabeth Jucker


Elisabeth Jucker

1954 in Schaffhausen geboren, lebt in Mannheim und im aargauischen Wettingen. Nach der Ausbildung zur Fotografin und verschiedenen Auslandaufenthalten arbeitete sie bis 1990 als Flight Attendant. Von 1991 bis 1994 wohnte sie in Schriesheim bei Heidelberg. Dort trat sie mit ihren Texten ein erstes Mal an die Öffentlichkeit und publizierte in Anthologien, Zeitschriften und Zeitungen. Nun liegt der erste Band mit zwei Erzählungen vor.

gewöhnt sich unmerklich an die Rolle jener, die gebraucht wird. Nach und nach erwächst aus der anfänglichen Feindseligkeit Solidarität.
In Isabella, der zweiten Erzählung, kämpft eine junge Frau um einen Platz im Leben. Sie weiss, dass es so etwas wie Glück gibt, und ist fest entschlossen, danach zu suchen.

Leseprobe

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Rezension in der Aargauer Zeitung
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