Elisabeth Jucker
Übers Meer
Roman
208 Seiten, gebunden
Fadenheftung , Lesebändchen
32 Franken, Euro 19.-
ISBN 3-85990-042-0

Leseprobe

Rezensionen
Aargauer Zeitung
Der kleine Bund
Mannheimer Morgen
Zwei Artikel zur Lesung in Mannheim, September 2003
Thurgauer Zeitung

Weitere Bücher von Elisabeth Jucker
Gestern brennt
2 Erzählungen
Die Villa
Roman

Mit feinen Strichen zeichnet Elisabeth Jucker das Porträt zweier Frauen, Mutter und Tochter, und stellt zwei ganz verschiedene Liebesgeschichten nebeneinander. Die Geschichte der Mutter ist zugleich ein Sittenbild der 50er-Jahre, beschreibt die damaligen Lebensverhältnisse der schweizerischen Landbevölkerung, den Alltag eines verschuldeten Kleinbauern im aargauischen Freiamt und einer Familie im Toggenburg, die von Heimarbeit in der Textilbranche lebt. Luzia, die älteste Tochter des Bauern, wächst teilweise bei ihrer Tante in der Ostschweiz auf und lernt so das kleinstädtische Leben kennen. Sie wählt ihren eigenen Weg, geht als Aupairmädchen nach London und arbeitet danach als Serviertochter in einem malerischen Städtchen am Zürichsee. Rolf, jüngster Sohn der Toggenburger Familie, reist als Monteur für eine Textilmaschinen-Firma in verschiedene Länder und pflegt mit Luzia einen regen Briefwechsel. Bei einem der seltenen Wiedersehen willigt Luzia ein, seine Frau zu werden. Wenig später begibt sich Rolf für einen neuen Auftrag nach Brasilien. Obwohl nun ein ganzes Meer zwischen ihnen liegt, versuchen die beiden, eine gemeinsame Zukunft zu planen.

Elisabeth Jucker

Elisabeth Jucker

ist 1954 geboren und lebt in Mannheim und im aargauischen Wettingen. Nach der Ausbildung zur Fotografin und verschiedenen Auslandaufenthalten arbeitete sie als Flight Attendant und ist heute in der Erwachsenenbildung tätig. Sie publizierte in Anthologien und Fachzeitschriften. 2000 erschien in der edition 8 ihr erstes Buch Gestern brennt.

Die zweite Beziehungsgeschichte spielt in den 70er-Jahren. Christine, die Tochter von Rolf und Luzia, beginnt ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann. Es entwickelt sich eine ziellose Liebe, die weder richtig beginnen noch enden kann.

Doch der Roman erzählt nicht nur von der Liebe, sondern auch vom Abschiednehmen und vom Sterben. Rolf liegt todkrank im Spital. Luzia und Christine wachen abwechslungsweise an seiner Seite. Fragen nach dem Sinn lebensverlängernder Massnahmen und Sterbehilfe werden aktuell und zeigen auf, wie schwierig eine solche Entscheidung sein kann.