![]() |
![]() Josef
Alkatout Palästina 1948: Auf dem Territorium des bisher von den Briten verwalteten Protektorats wird drei Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Massenvernichtung der europäischen Juden durch Hitler-Deutschland der Staat Israel ausgerufen. Die bisherigen Bewohner Palästinas wehren sich gegen die vom Völkerbund beschlossene Teilung ihres Landes, und auch die arabischen Nachbarstaaten wollen sich nicht damit abfinden. Noch in der Gründungsnacht erklären sie Israel den Krieg. Wenig später marschieren jüdische Streitkräfte in die von Arabern besiedelten Gebiete ein, es kommt zum ersten Palästinakrieg.
|
Der
sechsjährige Nasser wird unerwartet aus seinen
Kindheitsträumen gerissen und zusammen mit seiner Familie
gewaltsam aus seinem Heimatdorf vertrieben. Es beginnt eine Odyssee
über Staatsgrenzen hinweg, an Flüchtlingslagern
vorbei und durch gesellschaftliche Engpässe hindurch - ein
Kampf ums Überleben, der Zeit seines Lebens andauern wird.
Nasser wird und bleibt ein Staatenloser. Auch das politisch instabile und von einer Militärregierung beherrschte Gastland Syrien kann ihm keine dauerhafte Perspektive bieten. So sucht Nasser Zuflucht in Europa. Dank des plötzlichen Reichtums seiner ebenfalls im Exil lebenden Geschwister kann er in Deutschland studieren. Er heiratet eine Deutsche und beantragt mit 36 Jahren einen deutschen Pass, wohl wissend, dass er nie wieder in seine Heimat zurückkehren kann. Es ist die erste Staatsangehörigkeit seines Lebens. Nach langer Zeit blickt Nasser durch die Augen eines Kindes, das keine Feinde kennt, auf seine Vergangenheit zurück und erinnert sich seiner fast vergessenen arabischen Wurzeln.
|
Josef
Alkatout
|