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Ein-El-Helwi:
Zahlen und Fakten
Im
Flüchtlingslager Ein-El-Helwi im Südlibanon, nahe
der Stadt Saida (Sidon), leben rund 120'000
Palästinenserinnen und Palästinenser auf engstem
Raum. Eine Familie verfügt meist nicht mehr als
über ein bis zwei Zimmer. Es gibt keine Kanalisation,
das Abwasser fliesst durch offene Rinnen ins
Meer.
Die
Arbeitslosigkeit beträgt gegen 80 Prozent. Die
Palästinenser bekommen von der Regierung Libanons, die
sie am liebsten weghaben würde, keine
Arbeitsbewilligungen. So halten sie sich mehr schlecht als
recht mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Dabei werden
sie von syrischen Arbeitskräften konkurrenziert, die in
den Libanon strömen und meist ebenfalls ohne
Bewilligungen zu Tiefstlöhnen arbeiten.
Untersuchungen
ergaben, dass in den Flüchtlingslagern im Libanon viele
Kinder unterernährt sind. Auch ihre schulischen
Möglichkeiten sind begrenzt. Die UNRWA, das eigens
für die palästinensischen Flüchtlinge
geschaffene UNO-Hilfswerk, hat seine Leistungen aufgrund der
Finanzknappheit der Vereinten Nationen stark gekürzt.
Nicht nur die Zahl der Lehrer ist reduziert worden, sondern
auch deren Löhne. Schulunterricht wird seither nur noch
während drei Stunden pro Tag in zwei Schichten gegeben.
Die Klassen zählen 50 bis 60 Kinder. Ausbildungen an
Hochschulen werden von der UNRWA nicht mehr
finanziert.
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