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Ausgewählt von
Hannes Schmid Dabei wird es nicht
bleiben Haus an Haus an Haus und
was da Dabei wird es nicht
bleiben Inseln sind Brigitte
Fuchs Es geht um
Atmosphäre, um die Bilder, die wir aufnehmen, um die
Gewissheit, dass die Dinge sich täglich, stündlich
im Kreise drehen. Die Charakterisierung der globalen Kultur
als angeblich zeitlos und erinnerungslos und unendlich
langweilig. Haus an Haus an Haus wie im Ferienprospekt. Ein
Kiosk wie der andere und auf allen Titelblättern diese
immer gleichen Körper, diese Models, die,
magersüchtig, ohne Körper, bald wie Eiswürfel
dahinschmelzen. Und dabei wird es nicht
bleiben. Menschen suchen sich immer neue Inseln, voller
Hoffnung, einen Rest an Kultur zu finden. Jäger dieser
Zeit. Das Jagdgebiet ist unendlich weit, flugweit,
flugsicher zu erreichen ohne die Proteste der
Ökogemeinden. An die Standardisierung jener
Lebensformen, wo Freunde so leicht, ach so leicht, vom
Himmel springen, haben wir uns gewöhnt. Kulturverlust,
leichthin akzeptiert wie die Dopingsünden des
Sportlers. Bilder. Brigitte Fuchs
schreibt mit Bildern, die randlos Eingang suchen.
Früher waren es die "Herzschlagzeilen", heute ist es
die Konstruktion von Atmosphäre, die in unsere
Köpfe dringt, die Fragen aufwirft. Aber dabei wird es
nicht bleiben, natürlich nicht. Fragen haben kaum je zu
endgültigen Antworten gefunden und "DerTraum vom
menschlich Gemässen ist nirgends zage ...", lässt
die Autorin den Philosophen Ernst Bloch zum Auftakt ihres
Gedichtbandes sagen. Im neuen Bändchen
"Solange ihr Knie wippt" sind nicht die lyrischen Elemente
vorherrschend. Es sind hier knappe, in Prosa gehaltene
Texte, die uns zwar heiter begegnen, aber letztlich doch
ganz schön im Schatten sitzen lassen. Die Aargauerin
Brigitte Fuchs schreibt seit vielen Jahren Gedichte und ist
mehrmals ausgezeichnet worden. Und auch in diesem Band
finden wir wieder sehr viel Tiefe, die in diesen Texten
wohnt, so etwa im letzten Gedicht des Bändchens, das
sie wohl auch aus Ironie und wenig Zufälligkeit mit
"Endspiel" betitelt. |
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