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Rezension in der Mittelland Zeitung vom 30.5.06 (Auszug) Markus BundiDieses Buch liest sich wie eine Wundertüte Mit ihren sprachlichen Kapriolen "Salto wortale" stellt die Aargauer Autorin Brigitte Fuchs ein geistreiches Buch vor, an dem der bildende Künstler Beat Hofer wesentlichen Anteil hat - er steuert Wortbilder bei. ... Da geht es mit Wörtern drunter und drüber. Stichwort: "Salto wortale", denn so heisst der neue Band von Brigitte Fuchs, noch druckfrisch, mit 22 Versuchen, bis der Vers gefunden ist, da und dort Kleingedrucktes - und bis zum Ende weiss das Tausendguldenkraut nicht, was ein Euro ist. Im Gegensatz zur klassischen Lyrik, woher die Aargauer Autorin stammt, lässt sich die konkrete Poesie nicht auf Inhalt und Sprache reduzieren; einige Wortteile sind durch eine grössere oder andere Schrift hervorgehoben. Zum Beispiel das Wort "Schrei", auf das in der zweiten Zeile, auf derselben Breite, jedoch in wesentlich kleinerer Schrift, folgt: "ben ist eine stille Angelegenheit". Die Zeilen bleiben auch nicht immer in der Horizontalen, formen sich zuweilen zum Kreis, bilden ein Dreieck oder eine Treppe ab. Visuelle Darstellung und Inhalt geraten in Wechselwirkung, ergeben ein ästhetisches Ganzes, das nicht oder nur bedingt der Summe seiner einzelnen Bausteine entspricht. Das ist fraglos nicht nur ein Spielfeld für Lyrikerinnen und Lyriker, sondern auch für bildende Künstler. In Beat Hofer hat Brigitte Fuchs denn auch den idealen Partner für ihre sprachlichen Kapriolen (so auch der Untertitel des Bandes) gefunden. Seine Wortbilder bringen im wahrsten Sinn des Wortes Farbe in den Band. Und so liegt mit "Salto wortale" ein Buch vor, das sich wie eine Wundertüte liest, das zuweilen Funken sprüht, von dem man nie weiss, was beim Umblättern als Nächstes geschieht. Ein lustvoller und zugleich geistreicher Band voller "Wortundbildbaustellen" - insbesondere schwindelfreien Leserinnen und Lesern wärmstens zu empfehlen. .
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