Frühlingsprogramm 2026

Das neue Jahr hat angefangen, und auch wir haben eine Neuheit zu verkünden: Unser Frühlingsprogramm 2026. Sage und schreibe acht Bücher umfasst es, für uns eine Rekordhöhe. Eines, der Widerspruch Nr. 84, ist bereits erschienen. Und wie immer hat es von allem etwas: zwei Romane, ein Erzählband, ein Lyrikband, eine Biografie und drei Sachbücher. Schaut doch mal ...

Vorschau auf das Frühlingsprogramm (PDF)

Veranstaltung: Eine zweite Säule für alle

Dienstag, 24. März, 19h00
Politforum Bern, Käfigturm, Marktgasse 67, Bern

Eine Veranstaltung von Denknetz und edition 8
Anschliessend Apéro

Die berufliche Vorsorge in der Schweiz steckt in der Sackgasse. Innerhalb weniger Jahre sind die Renten erheblich eingebrochen. Ausserdem verstecken sich hinter dem komplizierten und intransparenten System wachsende Ungleichheiten und handfeste Risiken für breite Bevölkerungsschichten.

Mit der deutlichen Ablehnung der BVG-Reform im September 2024 hat die Stimmbevölkerung ein klares Signal gesendet: So kann es nicht weitergehen. Doch was jetzt? Das Buch "Eine zweite Säule für alle" stellt mit dem Vorschlag für eine BVG-Totalrevision erstmals ein durchdachtes und machbares Konzept vor, das die berufliche Vorsorge zu einer echten Sozialversicherung werden lässt. Die Ziele: Mehr Sicherheit, mehr Solidarität, mehr Transparenz, mehr Gender- und Generationengerechtigkeit.  

Die Autor:innen Michael Graff, Ruth Gurny und Beat Ringger ermöglichen an dieser Veranstaltung eine sachkundige Auseinandersetzung mit dem Reformmodell und beleuchten unter anderem auch dessen finanzielle Aspekte. Eine Veranstaltung für alle, die daran interessiert sind, die Altersvorsorge transparenter, solidarischer und krisenfester zu machen.

Preis für Tomás
González

Herzliche Gratulation, Tomás González. Der kolumbianische Autor, dessen Werk wir seit 2005 in deutscher Übersetzung verlegen, ist mit dem Premio iberoamericano de narrativa Manuel Rojas des Jahres 2025 ausgezeichnet worden. Der Preis wird vom chilenischen Kulturministerium verliehen und ist mit 45 Millionen chilenischen Pesos (ca. CHF 38'000) dotiert. In der Begründung der Jury heisst es: "Sein Werk ist eines der gefestigsten und überzeugendsten der zeitgenössischen kolumbianischen Literatur und ein bislang verborgener Schatz der hispanoamerikanischen Dichtung." 

Widerspruch Nr. 84

Die aktuelle Ausgabe des "Widerspruch", der zeitkritischen Publikation, die nun unter unserem Verlagsdach erscheint, dreht sich um den neuen Militarismus. Krieg und Aufrüstung sind zurück – und ein Diskurs, der Waffen zu Lösungen erklärt. Es stellt sich die Frage: Lösungen für wen? Heft 84 des Widerspruch sammelt kritische Stimmen, die an Friedensfähigkeit, umfassenden Sicherheitskonzepten und internationaler Solidarität festhalten.

Lesung: Karin Hermes

Karin Hermes liest aus ihrem Erstling "Purpur". Er erzählt die Geschichte der Berliner Tänzerin und Bildhauerin Oda Schottmüller, die sich als Kurierin in der Widerstandsgruppe "Rote Kapelle" gegen das Naziregime engagiert und ihren Einsatz mit dem Leben bezahlt. Lesung, Diskussion und Apéro mit beschränkter Platzzahl. Anmeldung hier

Freitag, 27. März, 18h00
SAPA Schweizer Archiv der Darstellenden Künste,
Schanzenstrasse 15, Bern

Viel Lob für "Heiligblut"

Wie schon für seine bisherigen Anselm-Krimis, erntet Peter Weingartner auch für den neuen "Heiligblut" viele Lorbeeren. So schreibt etwa Peer Teuwsen in der NZZ am Sonntag: "Wie diese Zeitung unlängst bemerkt hat, ist es mit der Sparte Regio-Krimi hierzulande inhaltlich nicht zum Besten bestellt: viel Klischee, wenig originäre Sprache. Eine Ausnahme stellt Peter Weingartner dar, der seit Jahren Originalware aus dem Luzerner Hinterland liefert. Da dienen Landschaft, Gemäuer und Menschen nicht bloss als Kulisse, da bohrt sich einer in Geschichte und Seele des Schweizerischen ein." Und Babina Cathomen meint im kulturtipp, der mit "philosophischen Einsprengseln über das Böse und satirischen Spitzen auf zeitgeistige Themen" angereicherte Roman "Heiligblut" sei ein "Regiokrimi der besonderen Art, der so knorrig und versponnen ist wie sein Ermittler". Weitere Rezensionen hier

Lesung: Elisabeth
Ursprung

Die Autorin liest aus ihrem ersten Buch, dem Erzählband "Übers Eis gleiten", in dem sie mit scharfem Blick und einer ureigenen Sprache verknappte Sittenbilder schuf.

Dienstag, 21. April, 20h00
Stadtkeller Dietikon, Bremgartnerstrasse 20, Dietikon
(Anschliessend Apéro)

Ein kleines
Gesamtkunstwerk

Mit dem Satz "Eine absolute Empfehlung!" schliesst Veronika Fischer vom Kulturmagazin "Saiten" ihre Besprechung von "Das kleine Lied der Freiheit", dem Erstling der Journalistin Ursula Trunz. Das Buch sei "ein kleines Gesamtkunstwerk", findet sie. Trunz verwebe Geschichten verschiedener in St. Gallen lebender Personen, die sich immer wieder treffen, in einem "ausgesprochen intelligenten Erzählstil, der an Daniel Kehlmanns Ruhm erinnert, aber bei Weitem besser gelingt. Was bei Kehlmann hölzern und konstruiert erscheint, gelingt Trunz mit Eleganz und Leichtigkeit."

Hier die ganze Besprechung

Mein Bett gehört mir nur in der Nacht

Neu

Drei Jugendliche an der Schwelle zum Erwachsenenalter sind die Held:innen in Veronika Sutters neuem Roman "Mein Bett gehört mir nur in der Nacht". Aufgewachsen in einer gesichtslosen Wohnsiedlung der 1970er Jahre, liegt vor ihnen ein beunruhigendes Stück Leben, und niemand hat eine Ahnung, was damit anzufangen ist.

Vernissage: Hannelore Dietrich

Hannelore Dietrich stellt ihren neuen Roman "Schilder in der Wüste" vor. Es ist die Geschichte einer jungen Frau, die nach Jahren unentschlossener Trödelei endlich ihren Weg findet.

Mittwoch, 22. April, 19h00
Villa Bernau, Seftigenstrasse 243, Wabern (Köniz)

Temná

Neu

In Katja Fuseks neuem Roman "Temná" kreuzen sich die Wege von drei Frauen unterschiedlichen Alters und Hintergrunds. Merkwürdige Ereignisse geben ihrem Leben eine dramatische Wendung. Dabei müssen sie sich mit fremden und eigenen Vorurteilen, mit Diskriminierung und Ausgrenzung, mit Scham und Schuldgefühlen auseinandersetzen und mit der Frage, wie politische und gesellschaftliche Realitäten in ihr Leben eingreifen.

Heiligblut

Neu

Aus reinem Interesse besucht der Luzerner Polizist Anselm Anderhub das Krimifestival in Willisau. Das Programm lässt sich hören: Lesungen, Krimi-Hörspiele im Darkroom und ein Podiumsgespräch zum Thema "Das Böse". Und natürlich lässt auch das Mordopfer in Peter Weingartners neuem Krimi "Heiligblut" nicht lange auf sich warten.

Purpur

Neu

"Purpur" ist eine historische Fiktion der Choreografin Karin Hermes und erzählt die Geschichte der Berliner Tänzerin und Bildhauerin Oda Schottmüller, die sich als Kurierin in der Widerstandsgruppe "Rote Kapelle" gegen das Naziregime engagiert und ihren Einsatz mit dem Leben bezahlt.

Das Video zum Buch

Das kleine Lied der Freiheit

Neu

Die Erzählungen in "Das kleine Lied der Freiheit" von Ursula Trunz tauchen in die Gedankenwelt dreier Generationen und in die Lebenskreise von vier Frauen und drei Männern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie berühren sich über Länder und Kontinente hinweg, durchdringen sich und entfernen sich auch wieder voneinander.

Übers Eis gleiten

Neu

Alles ist wunderherrlich oder schreckhässlich. Die Zürcherin Elisabeth Ursprung erlebt eine Kindheit voller Widersprüche und mit einem gewalttätigen Vater. Früh schreibt sie dagegen an, doch vor ihrem Gefühl des Ungenügens vermögen die Texte nicht zu bestehen. Vieles wird vernichtet. 60 Jahre braucht sie, um sich und ihr Schreiben zu befreien. Das Buch "Übers Eis gleiten" bietet eine Auswahl ihrer Texte.

Vom Traum zur
Wirklichkeit

Neu

Das Mehrgenerationenhaus Giesserei in Oberwinterthur ist die grösste selbstverwaltete Siedlung der Schweiz. Der grosse Traum eines sozialen Wohnprojekts wurde Realität dank vieler Frauen und Männer, die ehrenamtlich mitgewirkt haben. Sie erzählen im reich bebilderten Buch "Vom Traum zur Wirklichkeit", herausgegeben von Mitbewohner Kurt Lampart, von ihren Visionen und Erfahrungen.

Eine zweite Säule für alle

Neu

Das Sachbuch "Eine zweite Säule für alle - Vorschlag für eine Totalrevision der beruflichen Vorsorge" sagt schon im Titel, wovon hier die Rede ist. Verfasst wurde es von Michael Graff, emer. Professor für Volkswirtschaft, von Ruth Gurny, emer. Professorin für Soziologie, und von Beat Ringger, ehemaliger Sekretär des Denknetzes und VPOD-Zentralsekretär. Ihr Modell macht aus der beruflichen Vorsorge eine echte Sozialversicherung: sicher, transparent, gender- und generationengerecht.

Schilder in der Wüste

Erscheint im April

Gibt es ein richtiges Leben im falschen? Um diese Frage kreist der neue Roman von Hannelore Dietrich. Die Hauptfigur in "Schilder in der Wüste" ist Florentina, eine junge Frau, die in einer ländlichen WG im Bernbiet wohnt und nach jahrelanger unentschlossener Trödelei den Weg findet, den sie in ihrem Leben gehen will.

Kopfkind

Erscheint im März

Christine Johanna Kellers erster Roman "Kopfkind" dreht sich um eine Anwältin und alleinerziehende Mutter, die meint, ihr stressiges Berufs- und Privatleben im Griff zu haben. Ihre Strategie beruht darauf, in allen Bereichen auf sich selbst zu vertrauen – bis zu dem Punkt, an dem sie verlernt hat, jemand anderen zu "brauchen".

vor gestern - nach heute

Erscheint im März

Der Lyrikband in unserem Frühlingsprogramm 2026 stammt von Asiye Müjgan Güvenli, geboren in der Türkei, wohnhaft in Winterthur. Ihre Gedichte in "vor gestern – nach heute" erzählen von Verlorenheit, Fremdheit, Trauer und Unterdrückung, genauso und intensiver noch von Sehnsucht, Befreiung und dem Glanz der Welt. Im Zentrum steht die Hoffnung, die Verbundenheit mit dem Leben.

Jetzt bist du nicht mehr bei mir, mein Herz

Erscheint im Mai

Der nicaraguanische Schriftsteller Sergio Ramírez steht ganz in der Tradition berühmter lateinamerikanischer Autoren wie Jorge Luis Borges und Julio Cortázar. Sein neuer Erzählband "Jetzt bist du nicht mehr bei mir, mein Herz" lässt auf unterschiedliche Weise ein Kaleidoskop des Lebens in Lateinamerika entstehen, das immer auf der Grenze zwischen menschlicher Komödie und Tragödie balanciert.

Welt am Scheideweg

Erscheint im März

Was bedeuten die Kriege in der Ukraine, im Nahen Osten und im Sudan, generell die geopolitischen Spannungen der 2020er Jahre für das multilaterale System? Welche Ansätze gibt es, um aus einer Entwicklung zu finden, die immer mehr Menschen als Abwärtsspirale empfinden? Antworten auf diese Fragen gibt Jacques Forster, ehemaliger Vizepräsident des IKRK und Leiter des Institut universitaire d’études du développement (IUED), in seinem Buch "Welt am Scheideweg - Zeitenwende in der Nord-Süd-Zusammenarbeit".

Marino Bodenmann - der Rote aus dem Wallis

Erscheint im März

Urs Grässlin hat nach jahrelanger Spurensuche eine Biografie über seinen Grossvater geschrieben: "Marino Bodenmann – der Rote aus dem Wallis." Dieser Walliser wuchs als Waisenbub in ärmlichen Verhältnissen auf und wurde später eine wichtige Figur in der kommunistischen Bewegung der Schweiz, unter anderem als erster Sekretär der KPS, Mitglied im Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationale, Mitgründer der PdA sowie als Grossrat in Basel und Nationalrat.